Büdingen. Die Junge Union Büdingen bezeichnet die Vorgehensweise der Stadtverordnetenversammlung zur Thematik des Erstaufnahmelagers auf dem alten Kasernengelände als „unglücklich“. Die Stadtverordneten berieten dieses öffentlich viel diskutierte Thema zunächst intern und ließen damit die dringend benötigte Transparenz vermissen. Dies führe für die jungen Christdemokraten zur Politikverdrossenheit und schüre unnötig Ängste in der Bevölkerung.

„Die Herangehensweise an die Thematik war für den Außenstehenden in diesem Fall leider suboptimal. Zunächst gab es vorab keine öffentlichen Informationen. Es wurde lediglich in einer nicht-öffentliche Sitzung der Stadtverordnetenversammlung beraten und sogleich ein Beschluss gefasst. So entstehen leider Ängste und Sorgen, die der Nährboden für Fremdenhass und Vorurteile sind, wie sie in diversen Diskussionen auf Facebook zum Ausdruck kommen“, so der Vorsitzende Daniel Deckenbach.

Sollte eine solche Erstaufnahme in Büdingen eingerichtet werden, so stehen die Jungpolitiker dem offen zur gegenüber und werden dieser zur Seite stehen. „Schon aus unserem Werteverständnis heraus können wir uns einer Hilfe für notleidende Menschen nicht verschließen. Wichtig wird es sein, den Menschen die Angst zu nehmen und offen über die Thematik zu sprechen“, so Patrick Appel, der als Kreistagsmitglied auch im Ausschuss für Jugend, Soziales und Gesundheit des Wetteraukreises aktiv ist. „Durch die hohe Fluktuation kann eine ‚Ghettobildung‘ nahezu ausgeschlossen werden, vielmehr erhält die Erstaufnahme einen Behördencharakter“, so Appel weiter. Weiterhin wäre Büdingen in den kommenden Jahren von einer neuen Zuteilung von Flüchtlingen befreit, die – angesichts der steigenden Zahlen – wohl auch annähernd in die Größenordnung der Erstaufnahme gelangen würde.

„Büdingen ist eine offene und tolerante Stadt. Dies können wir alle mit der Einrichtung einer Erstaufnahme für Flüchtlinge erneut unter Beweis stellen. Wir sollten also weder mit Angst noch mit Vorurteilen an die Sache herangehen, sondern nach unseren christlichen Werten, wie der Nächstenliebe handeln“, so Deckenbach und Appel abschließend.

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